2. Voraussetzungen der Betreuung

Wann kommt eine Betreuung in Frage?

Das Gericht kann einen Betreuer bestellen, wenn beide der folgenden Voraussetzungen vorliegen:
– Der Betroffene ist „psychisch krank“ bzw. „körperlich, geistig oder seelisch behindert“;
– außerdem ist er nicht in der Lage, seine Angelegenheiten oder einen Teil seiner Angelegenheiten zu regeln.

Das heißt also: Eine Krankheit oder Behinderung allein ist kein Grund für eine Betreuung. Es muss ganz konkret festgestellt werden, dass der Betroffene nicht in der Lage ist, für das, was er tut, die Verantwortung zu übernehmen. Das heißt aber auch: Merkwürdiges oder gesellschaftlich unangepaßtes Verhalten allein darf kein Grund für eine Betreuung sein.

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