Die Psychiatrische Patientenverfügung

Maßgeschneiderte Vorsorge für den Krisenfall

Die ärztliche Behandlung eines Patienten darf grundsätzlich immer nur mit dessen vorheriger Einwilligung stattfinden. Es gibt aber Situationen, in denen man zur Einwilligung (oder Ablehnung) nicht in der Lage ist; geläufige Beispiele sind da die schwere Demenz oder das Koma. Aber auch in einer psychischen Krisensituation kann es vorkommen, dass man nicht Herr seines Verstandes ist. Mit einer Patientenverfügung kann man nun im Voraus in zukünftige ärztliche Behandlungen einwilligen oder sie untersagen. Man kann z. B. für den Fall einer psychotischen Krise bestimmte Medikamente ausschließen und stattdessen andere verlangen oder sogar jede Medikation verbieten.

Es gibt unzählige Vorlagen für eine Patientenverfügung; fast alle sind aber für die spezielle Situation von Psychiatrie-Patienten nicht geeignet. Nun existieren zwar schon drei spezielle Psychiatrische Patientenverfügungen, aber alle drei sind krass antipsychiatrisch mit entsprechend aggressiver Wortwahl, zudem teilweise fehlerhaft.

Deshalb habe ich eine neue Vorlage zur Patientenverfügung erstellt: die Münchener Patientenverfügung. Sie ist sachlich und neutral formuliert und deshalb für jeden Psychiatrie-Patienten geeignet. Jeder kann die Bausteine der Verfügung nach seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen zusammenstellen, gleichgültig welche Einstellung er zur Psychiatrie hat: Das Spektrum reicht von kooperativ über psychiatriekritisch bis antipsychiatrisch. Ich gebe dabei lediglich einige Empfehlungen und weise auf eventuelle Probleme hin. Mein Standpunkt ist psychiatriekritisch, nicht antipsychiatrisch.

Die Vorlage mit ausführlichen Erläuterungen können Sie hier herunterladen:

PDF-Version, geeignet zum handschriftlichen Ausfüllen:

Münchener Patientenverfügung [PDF, 140 KB]

Word-Version, geeignet zum Ausfüllen am Computer:

Münchener Patientenverfügung [Word, 218 KB]

Diese Version (vom Oktober 2017) entspricht nach wie vor dem aktuellen Stand der Gesetzgebung und der Rechtsprechung von 2018. Wenn Sie über eventuelle Änderungen oder Ergänzungen informiert werden möchten, abonnieren Sie meinen Newsletter.

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